Seit einigen Monaten arbeiten wir bei uns im Training mit DojoPlan. Entstanden ist es aus einer ganz einfachen Beobachtung: Für die Art, wie wir unser Training planen und weitergeben wollten, gab es auf dem Markt schlicht nichts Passendes. Also haben wir uns selbst darangemacht – und was daraus geworden ist, wollen wir hier kurz teilen.
Vorher: Zettel, Notizen und OneNote
Davor lief bei uns vieles je nach Trainer unterschiedlich: mal auf Zetteln, mal in Notizen, häufig auch auf OneNote-Seiten, die niemand außer dem jeweiligen Trainer wirklich durchschaute. Jeder hatte seine eigene Art, Trainingspläne festzuhalten, und wenn ein Trainer krank war oder ein neuer Assistenztrainer eingearbeitet werden musste, ging viel Zeit dafür drauf, den Überblick wiederherzustellen. Wissen steckte in Köpfen und einzelnen Notizen, nicht an einem gemeinsamen Ort.
Ein zentrales Curriculum für alle Trainer
Mit DojoPlan haben wir jetzt ein zentrales Curriculum (Lehrplan) für unsere Wing Chun- und Selbstverteidigungskurse. Alle Techniken, Übungen und Lernziele sind an einem Ort gepflegt, mit Bezug zueinander. Wenn wir eine neue Übung entwickeln oder eine bestehende anpassen, steht sie sofort allen Trainern zur Verfügung – nicht nur dem, der sie erfunden hat.
Trainingspläne wiederverwenden statt neu erfinden
Der größte Unterschied im Alltag zeigt sich bei den Trainingsplänen selbst. Statt jede Einheit neu zu planen, greifen wir auf bewährte Pläne zurück und passen sie an die jeweilige Gruppe an. Ein Plan, der für die Erwachsenengruppe am Dienstag gut funktioniert hat, lässt sich mit wenigen Anpassungen für die Jugendgruppe am Donnerstag wiederverwenden. Das spart nicht nur Zeit, es sorgt auch dafür, dass unsere Kurse aufeinander aufbauen, statt sich jede Woche neu zu erfinden.
Trainingspläne teilen zwischen den Trainern
Besonders wichtig ist uns die Möglichkeit, Trainingspläne zwischen den Trainern zu teilen. Wenn ein anderer Trainer oder Trainerin eine Einheit übernimmt, sieht sie genau, was in den letzten Wochen behandelt wurde und worauf die nächste Einheit aufbauen sollte. Niemand muss mehr raten oder bei anderen nachfragen, was zuletzt trainiert wurde.
Lessons Learned: Erfahrung geht nicht mehr verloren
Ein Punkt, den wir anfangs unterschätzt haben, sind die Nachbereitungen nach jedem Training, unsere „Lessons Learned“. Nach einer Einheit hält der Trainer kurz fest, was gut lief, wo Schüler Schwierigkeiten hatten oder welche Übung überraschend gut funktioniert hat. Diese Notizen sind keine Fußnote, sondern fließen direkt in die Planung der nächsten Einheiten ein. Über die Zeit sammelt sich so ein echter Erfahrungsschatz an, auf den alle Trainer zugreifen können – nicht nur der, der die Beobachtung gemacht hat.
Qualität entsteht im Team, nicht bei Einzelnen
Das ist am Ende der Punkt, der uns am meisten überzeugt: Qualität im Training entsteht nicht durch einzelne gute Trainer, sondern dadurch, dass Erfahrung im ganzen Team ankommt. Wenn ein Trainer merkt, dass eine bestimmte Erklärung bei Anfängern besser funktioniert als eine andere, sollen alle davon profitieren – nicht nur seine eigene Gruppe.
Ein Schritt, um unseren Alltag zu vereinfachen
Für uns als Schule war DojoPlan ein wichtiger Schritt, um unseren Alltag zu vereinfachen. Weniger Zeit für Verwaltung und Koordination bedeutet mehr Zeit für das, worum es eigentlich geht: gutes Training. Und weil alles zentral dokumentiert ist, geht Wissen nicht mehr verloren, wenn sich mal etwas in der Trainerbesetzung ändert.
DojoPlan sucht weitere Partnerschulen
Weil sich DojoPlan bei uns so bewährt hat, wird es aktuell auch für andere Kampfkunstschulen geöffnet. Wer sich mit ähnlichen Herausforderungen herumschlägt (verstreute Trainingspläne, Wissen, das an einzelnen Trainern hängt) findet unter dojoplan.de mehr Informationen.
Wir sind gespannt, wie sich unser Training mit DojoPlan weiterentwickelt – und werden hier weiter berichten, was wir dabei lernen.
